20. März 2011

Grammatik und Augenentzündungen

Kommen wir also noch einmal auf den Konjunktiv zu sprechen. Den gibt es nämlich immer noch, auch im Deutschen. Auch wenn ihn keiner (kaum einer) mehr anwendet. Aber ich. Deutschlehrertochter. Typisch! Und in diesem Fall gerne. Konjunktiv macht Spaß.

Also es heißt: "Nehmen wir mal an, er ficht den Vertrag an."
Es heißt nicht: "Nehmen wir mal an, er fechtet den Vertrag an."
Oder gar: "Nehmen wir mal an, er würde den Vertrag anfechten."

Da staunt der Schüler. Und manch Lehrer. Manch einer denkt, er wisse Bescheid (da war wieder einer), und weiß es aber doch nicht.

Nur ein Sache wüßte ich gerne: was hat der Konjunktiv mit der Augenentzündung alias Konjunktivitis zu tun? Hat da ein Deutschlehrer zu viele Arbeiten korrigiert und mußte feststellen, dass die Anwendung des Konjunktivs nicht stattfindet? Darüber mußte er dann so bitterlich weinen, dass er sich eine Konjunktivitis einhandelte? Oder? Nein? Wie denn dann?

(Auge von Frau_Henkelmann zur Verfügung gestellt und auch fotografiert)

Ich erbitte Zuschriften von Lehrern und Ärzten.

(Jetzt habe ich auch das Komma ergänzt, das bei Herrn Wolfgang Henkelmann zu Konjunktivitis hätte führen können, hätte es da noch länger gefehlt!)

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