7. Juni 2010

Nervenzerreißend

NEIN, ich werde es NIE verstehen, wie man im Kino essen kann.
Während also auf der Leinwand in sehr ruhigen und leisen Bildern, dieser junge Mann


Menschen tötet, sich eine seltsame Spannung aufbaut, die Geschichte ihren Lauf nimmt, sitzen neben mir zwei junge Menschen mit Nachos und Käse.

Nein, nicht dass das Zeug nur unglaublich fies riecht, es knistert und raschelt dazu noch fürchterlich und während die junge Dame versucht, das Zeug möglichst leise zu essen - was bei Nachos nun mal schwerlich gelingen kann - muß sie meinen Seitenblick bemerkt haben. Und dieser ist nicht besonders freundlich gemeint.

Nicht dass ich jemanden für dieses Verhalten töten würde (das hielte ich doch für leicht übertrieben), aber gewisse Aggressionen machen sich schon in mir breit.

Eben jene junge Dame fragte dann am Ende des Films auch noch: "Ach, hat der sich etwa selber umgebracht? Das hab ich jetzt gar nicht verstanden..." Hätte vielleicht geholfen, wenn man/frau von vorneherein aufgepaßt hätte. Dann wäre einem die Verknüpfung von Anfangs- und Schlußszene ohne weiteres aufgefallen. Aber da mußte man/frau ja knistern!

Ist es eigentlich zu viel verlangt, dass man im Kino IST und nicht ißt???

(Ken Duken in "Distanz" gefunden auf der Distanz-Homepage)

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