15. Juni 2010

Männer, aufgepaßt!

(Roßkastaninen-Miniermotte)

Gestern war ich bei meinen Eltern im Garten, in dem neuerdings diese kleinen Motten eine wichtige Rolle spielen bzw. in dem keine mehr spielen sollen. Sie befallen nämlich die Kastanie und schaden ihr. Es wird zu diesem Zwecke eine Falle aufgehängt, die nach dem Prinzip "Anlocken und Ertrinken" funktioniert. Keine Chance also des Entkommens.

Was aber hat die Warnung in der Überschrift dieses kleinen Artikels mit der Miniermotte zu tun? Ganz klar! In der Falle befindet sich ein Sexuallockstoff, der es auf die männlichen Exemplare der Gattung abgesehen hat. Diese schwirren also in Erwartung eines freudigen Ereignisses zur Falle und finden aber an Stelle von vielen netten, gutaussehenden, paarungswilligen Weibchen nur eine fiese Flüssigkeit, der sie dann zum Opfer gefallen.

Man könnte zynisch sein und sagen:"Immerhin: glücklich dahingeschieden!" Aber, und jetzt kommt das große ABER:

Stellt Euch die Versuchsanordnung einmal vor übertragen auf den Menschen und da dann logischerweise auf die männlichen Exemplare vor.

(Männlicher Mensch)

Man stellt also in Emden (wahlweise auch woanders) ein großes Faß auf mit menschlich-weiblichen Sexuallockstoffen und unten drunter lege man ein dunkles Verlies an. (Es wurde schon gemunkelt, dass für diese Versuchsanordnung auch schon ein Faß Bier genüge!).

Zackedibumm wären also alle jungen, gutaussehenden, paarungsfähigen Männer aus Emden verschwunden. (Sind ja eh nicht viele da, aber es gibt ja Städte, da soll es mehr davon geben...)

Ja, elende Vorstellung.


(Bilder sind verlinkt mit ihrem Fundort)

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