30. Juni 2010

Herdkaufen bildet

Man soll es kaum glauben, aber der Erwerb eines simplen neuen Herdes für meine Küche brachte mir so ganz nebenbei noch regional-kulturelle Bildung ein!

Gestern begab ich mich in ein Emder Elektrogeschäft, da ich einen Herd kaufen wollte: einen Standherd, das Gegenteil eines Einbauherdes.


(Statt Schleichwerbung hier ein neutrales Exemplar der Gattung Herd,
gefunden auf www.ak-grundschule.de)


Die Verkäuferin kam hinzu und bot ihre Beratung an. Ihre erste Frage:"Ist das für länger?" verdutze mich schon, selten kaufe ich Elektrogeräte, um sie dann nach einem Jahr wieder zu entsorgen. Nun aber die folgte zweite Frage:"Ist der für die Küche oder für den Keller?" Ich war umsomehr verdutzt.

Erklärung:

In Ostfriesland (und vielleicht auch anderswo) ist es durchaus üblich, dass man Fisch auf einem zweiten Herd brät, der sich im Keller, in der Gartenhütte oder anderswo außerhalb des Hauses befindet. Das war mir so noch nicht bekannt.

Jetzt, da ich es weiß, werde ich dennoch meinen neuen Herd in meine Küche stellen, die er dann als Glanzstück aufwerten wird! Meinen alten Herd werde ich nicht behalten und auch nicht in den Keller stellen, weder zum Fisch braten noch zum verstauben.

Ich bin eben doch keine echte Ostfriesin! Aber ich lerne ja trotzdem gerne etwas dazu!

Und noch etwas: Standherde sind out of fashion, man kauft jetzt eine Einbauküche. Also man, ich nicht!

27. Juni 2010

Die Berechenbarkeit des Menschen

Irgendwie finde ich es ja wirklich niedlich und menschlich: heute morgen beim Blick aus dem Fenster fand ich das kleine Indiz dafür, dass sich mein Nachbar gegenüber noch schnell einen neuen Fernseher für das Achtelfinale gekauft hat.

Ja, der Mensch ist schon sehr berechenbar ;-)


Hinter der Hütte ist vor der Hütte. Es kommt immer auf den Blickwinkel drauf an!

(gesehen und fotografiert von Frau_Henkelmann aus dem eigenen Küchenfenster)

22. Juni 2010

Mit Verlaub...

...liebe Franzosen, respektive liebe französische Nationalmannschaft im Fußball. Wer so viel Geld verdient, der sollte sich einfach mal zusammenreißen und die Fresse halten. Mit Verlaub!

15. Juni 2010

Männer, aufgepaßt!

(Roßkastaninen-Miniermotte)

Gestern war ich bei meinen Eltern im Garten, in dem neuerdings diese kleinen Motten eine wichtige Rolle spielen bzw. in dem keine mehr spielen sollen. Sie befallen nämlich die Kastanie und schaden ihr. Es wird zu diesem Zwecke eine Falle aufgehängt, die nach dem Prinzip "Anlocken und Ertrinken" funktioniert. Keine Chance also des Entkommens.

Was aber hat die Warnung in der Überschrift dieses kleinen Artikels mit der Miniermotte zu tun? Ganz klar! In der Falle befindet sich ein Sexuallockstoff, der es auf die männlichen Exemplare der Gattung abgesehen hat. Diese schwirren also in Erwartung eines freudigen Ereignisses zur Falle und finden aber an Stelle von vielen netten, gutaussehenden, paarungswilligen Weibchen nur eine fiese Flüssigkeit, der sie dann zum Opfer gefallen.

Man könnte zynisch sein und sagen:"Immerhin: glücklich dahingeschieden!" Aber, und jetzt kommt das große ABER:

Stellt Euch die Versuchsanordnung einmal vor übertragen auf den Menschen und da dann logischerweise auf die männlichen Exemplare vor.

(Männlicher Mensch)

Man stellt also in Emden (wahlweise auch woanders) ein großes Faß auf mit menschlich-weiblichen Sexuallockstoffen und unten drunter lege man ein dunkles Verlies an. (Es wurde schon gemunkelt, dass für diese Versuchsanordnung auch schon ein Faß Bier genüge!).

Zackedibumm wären also alle jungen, gutaussehenden, paarungsfähigen Männer aus Emden verschwunden. (Sind ja eh nicht viele da, aber es gibt ja Städte, da soll es mehr davon geben...)

Ja, elende Vorstellung.


(Bilder sind verlinkt mit ihrem Fundort)

13. Juni 2010

Dies oder das?

DAS IST NICHT WITZIG!

Ich saß hier gestern abend so an meinem PC. Soweit so gut. Plötzlich bemerke ich erst auf meiner Hand, dann an meiner Wand einen roten Punkt und rutsche unweigerlich ein paar Zentimeter tiefer auf meinen Bürostuhl.

Was war das? Ich rechne ja mit vielem, aber nicht mit allem. Da ich keine offensichtlichen Feinde habe (zumindest bilde ich mir das ein), wagte ich nach ein paar Sekunden den Blick aus dem Fenster und der fiel auf das Wohnzimmer meines Gegenübers, der offenbar mit etwas hantierte.
Ich hoffe doch, dass dies nur ein Laserpointer war und nicht etwa ein Laserzielgerät. Das fände ich dann wirklich nicht witzig.

Übrigens: ich lebe noch, scheint also kein Feind gewesen zu sein, nur ein blöder Witzbold...


Nur ein Spinner mit Laserpointer oder...
... mit Laservisier (hier "nur" für Sportwaffen)?

(Bilder sind mit ihrem Fundort verlinkt)

10. Juni 2010

And fever all through the night

Auch wenn es Werbung ist, hier ist der WM-Propeht!
Online tippen und vielleicht noch etwas gewinnen kann man hier.


(Bild gefunden auf und verlinkt mit http://www.wmprophet.de)

7. Juni 2010

Nervenzerreißend

NEIN, ich werde es NIE verstehen, wie man im Kino essen kann.
Während also auf der Leinwand in sehr ruhigen und leisen Bildern, dieser junge Mann


Menschen tötet, sich eine seltsame Spannung aufbaut, die Geschichte ihren Lauf nimmt, sitzen neben mir zwei junge Menschen mit Nachos und Käse.

Nein, nicht dass das Zeug nur unglaublich fies riecht, es knistert und raschelt dazu noch fürchterlich und während die junge Dame versucht, das Zeug möglichst leise zu essen - was bei Nachos nun mal schwerlich gelingen kann - muß sie meinen Seitenblick bemerkt haben. Und dieser ist nicht besonders freundlich gemeint.

Nicht dass ich jemanden für dieses Verhalten töten würde (das hielte ich doch für leicht übertrieben), aber gewisse Aggressionen machen sich schon in mir breit.

Eben jene junge Dame fragte dann am Ende des Films auch noch: "Ach, hat der sich etwa selber umgebracht? Das hab ich jetzt gar nicht verstanden..." Hätte vielleicht geholfen, wenn man/frau von vorneherein aufgepaßt hätte. Dann wäre einem die Verknüpfung von Anfangs- und Schlußszene ohne weiteres aufgefallen. Aber da mußte man/frau ja knistern!

Ist es eigentlich zu viel verlangt, dass man im Kino IST und nicht ißt???

(Ken Duken in "Distanz" gefunden auf der Distanz-Homepage)

5. Juni 2010

Survival im Filmdschungel

Interessant, was die "alten Hasen" beim Filmfest-Marathon alles so dabei haben. Angefangen von der Butterbrotdose in dezent orange aus der eigenen Schulzeit (gefüllt mit Schokolade!), einem Sitzkissen für den Allerwertesten in den nicht so ganz bequemen Filmtheatern wie z.B. der VHS, Socken (weil es im Cinestar doch immer sehr kühl ist im Vergleich zum Sommer draußen vor der Tür), Thermoskannen etc. Diese Liste wird beim Entdecken von spektakulären Utensilien fortgeführt werden!

2. Juni 2010

Sinnreiche Zitate

Ein Zitat aus dem heute gesehenen "Mine Vaganti" ("Männer al dente"):

"Ewig währt nur die unmögliche Liebe." Zumindest sinngemäß wiedergegeben. Weise, wahr? Oder beides? Bleibt wohl das Geheimnis aller, die geliebt haben, lieben und lieben werden.

Und übrigens haben wir auch schon den metereologischen Sommer. Es darf also geliebt werden!